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Die ganze Aufregung...

...mit dem Bauchtanzauftritt ist vorbei... und ich k?nnte endlich wieder regelm??ig laufen... hab auch schon letzten Sonntag einen kleinen Anfang gewagt... und nun? Nun sitz ich hier und bin krank... nix laufen, nix Bertlich. Schade!
Nun ja, hab ich halt die Zeit anders genutzt, die ganz Weihnachtsdeko im Haus verteilt, fast alle Weihnachtsgeschenke besorgt... und nun bereite ich grad alles f?r die morgige Geburtstagsfeier von meinem Mann vor... putzen, aufr?umen, Kuchen backen... das ?bliche Programm halt...

New York ist schon wieder total weit weg. Es kommt mir vor, als w?re es vor Monaten gewesen... dabei ist es grad mal 3 Wochen her. Aber wie wars da eigentlich? Bevor alles in Vergessenheit ger?t, ein paar Zeilen f?r meine Nachfahren und alle, die es vielleicht interessiert. - Vorsicht, ist lang geworden! ...aber wenn man einmal anf?ngt...

Donnerstags war die Anreise, und ich wei? gar nicht mehr, wie sp?t wir im Hotel waren, aber schon bei der Landung war es leider, leider dunkel. Insgesamt sind wir mit 8 L?ufern aus unserm Lauftreff Nonstop von D?sseldorf nach NYC geflogen... plus 4 Schlachtenbummler im Gep?ck. Witzig war, dass das ganze Flugzeug, da von DERTOUR f?r die Marathonreise gebucht, voller L?ufer war... da gabs ne Menge zu quatschen... manchmal schon zu viel. Nach der Ankunft im Hotel (super Lage, sauber und einfach nur zu empfehlen!!!) sind wir zu Fu? ?ber den Broadway und lauter andere bekannte Stra?en direkt zum Rockefeller Center... von dem aus wir einen traumhaften Blick ?ber NY bei Nacht hatten. Wieder unten haben wir uns noch die Schlittschuhbahn und den goldenen Engel angesehen... um 3:30 h MEZ lagen wir endlich im Bett. Aber wirklich m?de war ich nicht.


Blick vom Rockefeller Center


Freitagmorgen um 7 h war von unserer Reisegruppe ein Lauf zum Central Park. Ich war ?berrascht, wie viele dabei waren... ich sch?tze an die 100. Das war schon klasse... mitten durch die Stadt... aber im Centralpark selbst wimmelt es von noch mehr L?ufern, auch schon so fr?h morgens. Alle h?bsch, chic und adrett gekleidet... und auch noch recht flott. An diesem Morgen waren auch viele Gruppen aus anderen L?ndern dort.. S?damerika, Italien, Frankreich,... auch Paul Tergat soll ca. zu dieser Zeit dort gelaufen sein. Leider hab ich ihn nicht getroffen. *hoil*
Nach dem Fr?hst?ckslauf gings mit dem Bus auf Stadttour... angehalten haben wir nur an der Oper, am Ground Zero und am Hudson River mit Blick auf die Freiheitsstatue... die restlichen Infos und Sehensw?rdigkeiten, die mehr als viel waren, gab im Vorbeifahren.


Kinder d?rfen hier Fischen, m?ssen den Fang aber wieder ins Wasser werfen



Brooklyn Bridge...



...ein beliebtes Fotomotiv auch bei Hochzeitspaaren


Der Bus hat uns direkt an der Marathonmesse rausgelassen... wo wir unsere Startunterlagen abholen konnten. Typisch f?r Amerika gabs auch hier wieder die langen Schlangen, die aber nur schlimm aussehen... organisieren k?nnen die Amis wirklich klasse... ruckzuck hatten wir unsere Unterlagen... und sind dann noch ein bisschen ?ber die Messe gebummelt... nichts Besonderes gabs dort... und dann auch noch teuer.
Zur?ck im Hotel haben wir uns einen Kaffee gekocht (Maschine gibts im Zimmer) und uns f?rs Abendessen fertig gemacht... ein paar H?user weiter gabs ein recht nettes Restaurant... aber wirklich suchen muss man in Manhatten nicht danach.. an jeder Ecke kann man essen.

Den Friendshiplauf am Samstagmorgen haben wir ausfallen lassen... und uns lieber ein nettes Fr?hst?cks"lokal" gesucht... gar nicht so einfach am Wochenende eins mit freien Pl?tzen zu finden. Frisch gest?rkt gings zur U-Bahnstation (die g?nstigste Linie war leider ein paar Blocks entfernt... aber daf?r gabs zwischendurch auch noch nen kleinen Markt zu sehen... und was zu kaufen )... und mit der U-Bahn Richtung Brooklyn-Bridge.... einem wahnsinnig imponierenden Bauwerk. Ich glaub, hier hab ich die meisten Fotos geschossen. Leider ist die Br?cke nur sehr gro? und man l?uft recht weit bis zum anderen Ende... und am anderen Ende ist ne kleine andere Welt, die man sich auch noch ausgiebig anguckt... und dann muss man leider wieder weit zu Fu? zur?ck. Schon zu diesem Zeitpunkt taten uns die F??e weh... aber wir wollten ja noch auf die 5th Avenue.. und einmal ins Macys... und und und... und au?erdem hatten wir unsere Laufsachen noch nicht hergerichtet... Trotzdem haben wir uns noch alles angesehen, was wir wollten... shit was drauf, in NY sind wir so schnell nicht wieder!!!! Und zur Feier des Tages gabs abends in unserem kleinen Restaurant noch 2 Bier.... weil... getrunken hatten wir auch zu wenig.

Sonntag dann der gro?e Tag. Morgens um 6 h gings mit dem Bus zum Startplatz... schon wenn man aussteigt gibts die ersten Laolawellen und Gekreische... das war echt der Hammer. Ein riesiges Gel?nde erwartet einen... schon unterteilt nach Startblocks... orange, gr?n und blau. Wir geh?rten zu orange... sind wohl die Langsamen. Es gab Tee, Kaffee, Kram von Powerbar, Bagels, Wasser... und nirgends musste man sich anstellen... au?er sp?ter am Klo... und da gewaltig. Wenn wir dran waren, haben wir uns sofort wieder angestellt... nach den 45 min, die man in der Schlange stand, musste man eh wieder. Sehr nebelig wars und man konnte die Hubschrauber (f?r mich ein typisches "Marathonger?usch") nur h?ren, aber nicht sehen.
Gegen 9:30 h verzog sich dann so langsam die Masse Richtung Start.... und kurz nach dem offiziellen Start um 10:10 h durften wir auch auf die Br?cke. Die Gr?nen starten unten, die Blauen rechts und die Orangenen links. Das hei?t, wenn man im TV die Masse auf der Startbr?cke sieht, laufen zwei verschiedene Startblocks oben nebeneinander, die auch erst nach, ich glaube, ca. 8 km zusammengef?hrt werden.
Wir sind mit 2x 2 Frauen aus unserem Lauftreff zusammen an den Start gegangen. Und auch bis irgendwo zwischen km 5 und 10 einigerma?en zusammenbelieben. Es war sehr schwierig als Gruppe zusammen zu bleiben.. und ich hab immer wieder gewartet, bis alle aufgeschlossen hatten. Aber da ich bei solchen L?ufen (Wettkampf nenn ich es jetzt mal lieber nicht) eh lieber meinen Rythmus laufe und dann auch noch mit Scheuklappen, hab ich mich irgendwann nach Absprache (ist ne bl?de Situation) verabschiedet.

Der morgentliche Nebel war schnell verflogen... ich kann mich an gar keinen mehr auf der Strecke erinnern.
Die Stimmung unterwegs ist bombastisch... au?er auf den Br?cken sind ?berall Menschenmassen. Es gibt st?ndig sch?ne Ausblicke (landschaflich und menschlich )... zig L?ufer fotografieren sie...

An Verpflegung gibts bis auf Powerbar bei km 30 nur Wasser und Gatotate. Aber das wusste ich vorher und hab mich ordentlich mit Squeezy eingedeckt. Vorsichtshalber hatte ich 6 St?ck am Startnummernband... 5 davon hab ich gefuttert... ab 2:30 h brav alle halbe Stunde eins.
Das Streckenprofil in NY ist nicht das einfachste. Es gibt viele Br?cken und Wellen. Aber das mag ich eigentlich. Ich wei? nicht, warum es so schwierig ist... vielleicht durch die Menschenmassen und Zickzackl?ufe, die leider nicht ausbleiben. F?r mich war kopfm??ig das St?ck, wenn man auf die 1th Avenue kommt, am schwersten. Man kann kilometerweit (fast 4 Meilen!!!) geradeaus gucken... nur L?ufermassen links und rechts nahtlos ges?umt von Zuschauern... und man wei?, man muss bis ans Ende und ist dann lange noch nicht da... sondern grad mal bei km 33.

Danach liefs f?r mich wieder besser... weiterhin hab ich an jeder Verpflegungsstelle angehalten, getrunken und den Schwamm eingetunkt. Mit 20 ? und 90 % Luftfeuchtigkeit wars recht schw?lwarm.... und ich schwitze leider auch ohne Hitze beim Laufen schon recht viel. Obwohl ich unterwegs viel getrunken habe, war meine Blase sp?ter im Hotel so gut wie leer.

Irgendwann, ich glaube so zwischen Meile 24 und 25, hab ich Angst gekriegt brutto nicht unter 5 h einzulaufen.... und hab etwas "Gas" *g* gegeben. Die 5 h hab ich netto wie brutto geknackt.. und meine letzten Kilometer waren die schnellsten vom ganzen Lauf.... und das, obwohl hier noch eine fiese Steigung ist und man sich nur noch durch gehende L?ufer schl?ngeln muss. So viel gehendes Volk hab ich noch bei keiner Laufveranstaltung gesehen... ist echt der Hammer!

Es gibt 4 Zielkan?le, durch die man jubelnd laufen kann. Danach gehts in die "Finisherschlange". Pl?tze zum Ausruhen sind keine vorhanden, und wenn sich einer an den Rand setzt, wird er sofort wieder zum Weitergehen aufgefordert. W?hrend man in dieser langsam gehenden Schlange ist, wird einem die Medaille umgeh?ngt, dann kriegt man ne Folie, dann wird die Folie zugeklebt, dann kann man sich fotografieren lassen... nette Damen, die auf Kappen die Sprachen markiert haben, die sie sprechen, stehen einem mit Infos freundlich zu Seite, andere dr?cken einem Wasser oder ein kleines Lunchpaket in die Hand, Leihchips werden unterwegs ruckzuck entfernt und eingesammelt... so gehts wie am Flie?band weiter bis zur Kleiderbeutelausgabe. Ruckzuck hatte ich meinen Beutel und konnte endlich einen Pulli ?berziehen. Duschen gibts in NY nicht. Also Pulli ?ber... und weiter in der Masse bis zum Hotel gelatscht. Hier gabs immer noch kein Ausruhen... die Fans waren schon da, ebenso die M?nner aus unserem Lauftreff... und die anderen 3 M?dels kamen dann auch eingetrudelt.... also erz?hlen... Fotos machen... usw. .... und dann endlich duschen und kurz die Beine hoch legen. Aber nicht lange... um 18 h gings ins Restaurant.... ein Bier trinken... ein noch wohlverdienteres.

Den Sonntag und den netten Empfang zu Hause erspar ich euch jetzt. ...klasse, dass ihr bis hier durchgehalten habt!

Ergebnisse: Am Ende hatte ich eine Nettozeit von 4:54 h stehen. Die M?nner aus unserem Lauftreff waren alle schneller... 4:26 und 4:24 h (2 L?ufer die sonst immer unter 4 h laufen) und 2 in 4:44 h. Die 3 anderen M?dels sind bis zum Ende zusammen geblieben und nach 5:18 h eingelaufen.


Auf der R?ckfahrt aus dem Bus fotografiert: Ein riesiger Friedhof, von den New Yorkern liebevoll Future City genannt
25.11.05 20:34
 


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lami / Website (25.11.05 21:50)
Hallo Cosmea,

Dein Bericht macht Lust auf Mitlaufen, auch wenn ich Massen nicht mag. Der Nebel war wunderschön anzusehen - im Fernsehen - ich sah Dich nicht. Das am Ende los weiter - ich kannn es nur nachvollziehen. Rgelements...

Der Tag der Ankunft, ich sehe alles vor mir was Du schreibst - tolle Wortbilder!

Und was die Zeit betrifft - ist die noch wichtig? New York ist schon eine Reise wert. Und das bei den beiden Zielleinläufen! Herzschlagfinale auch nach 4:54 Stunden. Glückwunsch und behalt' die Bilder!

Ein schöner Lauf und ein schöner Bericht.
Gruß aus dem schneeigen Berlin. Lami


Cosmea (25.11.05 21:59)
Hallo Lami,

danke für die guten Wünsche! Der New York Marathon war nie ein Traum von mir... durch den Lauftreff bin ich sozusagen dahin geraten ...aber heute bin ich froh dabei gewesen zu sein. Ein wirklich einmaliges Erlebnis!

Grüße aus dem auch verschneiten Pott
Cosmea


b2r (26.11.05 22:40)
unglaublich und du weißt ja dass ich mal ein halbes Jahr in den USA war und das Land sehr mag - aber wie es schon in diesem blöden Lied heißt: "...ich war noch niemals in NewYork"
mal sehen ob ich dass in diesem Leben noch schaffe.... wäre zu schön ! - ich träume davon !
Viele Grüße
b2r


Martin/Waldläufer / Website (27.11.05 19:03)
Einfach zum mitträumen !
Irgendwann einmal, irgendwann werde ich über die Brooklyn Bridge laufen. Habe ja noch Zeit


Lemmie / Website (30.11.05 17:32)
Was für ein toller Bericht!
Diese Stadt muss faszinierend sein!

Gratulation für diese ausgezeichnete Zeit
Lemmie


flummieparo / Website (1.12.05 23:07)
Wow! Ich brauchte ein bischen Zeit um alles zu Lesen aber es war es wert. Tolle Bericht, nice photos. It sounds like you had a great time. Well done Cosmea.


Martin/Waldläufer / Website (6.12.05 21:41)
Wenn ich bloß wüßte was es sich mit dem Bauchtanz auf sich hat

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